"Die meisten Wohnungsrenovierungen scheitern nicht am Budget, sondern an der Reihenfolge. Wer erst streicht und dann den Boden macht, macht alles zweimal. Erst Rohbau, dann Boden, dann Wände — das ist die einzig richtige Reihenfolge."
| Gewerk | Eigenleistung | Handwerker | 70-m²-Wohnung (Profi) |
|---|---|---|---|
| Streichen (Wände + Decken) | 300–600 € | 2.500–5.000 € | 2.500–5.000 € |
| Tapete entfernen | 50–150 € | 500–1.500 € | 500–1.500 € |
| Laminat verlegen | 500–1.200 € | 1.500–3.500 € | 1.500–3.500 € |
| Fliesen verlegen (Bad) | 400–900 € | 1.500–4.000 € | 1.500–4.000 € |
| Bad komplett sanieren | nicht empfohlen | 6.000–18.000 € | 6.000–18.000 € |
| Küche modernisieren | 1.000–3.000 € | 3.000–10.000 € | 3.000–10.000 € |
| Elektro erneuern | nicht zulässig | 2.000–8.000 € | 2.000–8.000 € |
| Heizkörper tauschen | 500–1.000 € | 1.500–4.000 € | 1.500–4.000 € |
| Fenster austauschen (je Fenster) | nicht empfohlen | 600–1.500 € | 4.200–10.500 € |
| Wohnungsgröße | Nur Streichen + Boden | Komplettrenovierung | Mit Bad + Küche |
|---|---|---|---|
| 40 m² (1-Zimmer) | 1.500–3.500 € | 4.000–10.000 € | 10.000–20.000 € |
| 70 m² (2–3 Zimmer) | 3.000–6.000 € | 7.000–18.000 € | 15.000–35.000 € |
| 100 m² (4 Zimmer) | 4.500–9.000 € | 10.000–25.000 € | 20.000–50.000 € |
| 150 m² (Großwohnung) | 7.000–14.000 € | 15.000–40.000 € | 30.000–70.000 € |
| Bauteil | Lebensdauer | Zeichen für Erneuerungsbedarf |
|---|---|---|
| Wände streichen | 5–10 Jahre | Vergilbung, Risse, Flecken |
| Tapete | 10–20 Jahre | Ablösende Kanten, Verfärbungen |
| Laminat / Parkett | 15–25 Jahre | Kratzer, Fugen, Quietschen |
| Badezimmer komplett | 25–30 Jahre | Schimmel, veraltete Armaturen, Fugen |
| Küche | 15–20 Jahre | Schäden, veraltete Geräte |
| Elektroinstallation | 30–40 Jahre | Sicherungsfall, Zweiadersystem, kein FI |
| Heizkörper / Ventile | 20–30 Jahre | Ungleichmäßige Wärme, Klopfgeräusche |
| Fenster (Holz/alt) | 25–40 Jahre | Zugluft, Kondensation zwischen Scheiben |
Faustregel: Eine Wohnung sollte alle 10 Jahre eine Teilrenovierung erhalten. Wer länger wartet, zahlt meistens mehr — Schäden verbreiten sich.
Günstige Zinsen für energetische Sanierung (Dämmung, Heizung, Fenster). Antrag über Hausbank vor Baubeginn stellen.
KfW-Förderung 2026 →Für kleinere Renovierungen ohne energetischen Fokus. Zinsen 3–8% je nach Bonität. Laufzeit 24–84 Monate.
Handwerkerleistungen in der eigenen Wohnung: 20% der Lohnkosten absetzbar, max. 1.200 €/Jahr. Gilt für alle Handwerkerarbeiten.
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Wer mehrere Gewerke in einem Auftrag bündelt, spart An- und Abfahrtkosten und hat oft bessere Verhandlungsposition. 10–15% Rabatt sind bei Komplettpaketen möglich.
Streichen, Tapezieren und Laminat verlegen kann man selbst machen. Bei Elektro und Sanitär besser Profi holen — Fehler hier kosten ein Vielfaches der Ersparnis.
Preisunterschiede von 30–50% zwischen Handwerkern sind keine Seltenheit. Mindestens 3 schriftliche Angebote vergleichen — Check24 erleichtert das deutlich.
KfW und BAFA-Zuschüsse müssen vor Baubeginn beantragt werden — hinterher gibt es nichts mehr. Bei Heizung, Dämmung und Fenstern immer prüfen.
Januar bis März sind ruhige Monate für Handwerker. Wer Innenprojekte in dieser Zeit plant, bekommt frühere Termine und manchmal bessere Konditionen.
Elektro, Wasser, Heizung und alle Leitungen müssen vor allem anderen fertig sein. Schlitze in Wände stemmen, verlegen, verputzen — alles was Schmutz und Staub macht, kommt an den Anfang.
Nachdem alle Leitungen verlegt sind: Unebenheiten ausgleichen, Risse füllen, Tiefengrundierung auftragen. Der Untergrund bestimmt das Ergebnis.
Laminat, Parkett oder Fliesen kommen nach den Wandarbeiten. Niemals andersherum — sonst sind Farbespritzer auf dem neuen Boden garantiert.
Jetzt kommen Farbe und Tapete. Boden mit Folie abdecken. Decken zuerst, dann Wände, dann Fußleisten anbringen.
Steckdosen, Schalter und Armaturen montieren, Schranken und Türen einhängen, Baureinigung. Jetzt erst Möbel rein.
Immer 15–20% Puffer zum Budget addieren. Verdeckte Schäden (Schimmel hinter Fliesen, marode Leitungen) werden regelmäßig erst während der Renovierung entdeckt.
Zuerst streichen, dann Boden legen ist der klassische Anfängerfehler. Ergebnis: Farbespritzer auf dem neuen Boden und Kratzer beim Verlegen.
KfW und BAFA-Zuschüsse müssen vor Baubeginn beantragt werden. Wer erst anfangt und dann fragt, bekommt nichts — das kostet tausende Euro.
In Mietwohnungen sind bauliche Veränderungen (Fliesen entfernen, Wände einreißen) genehmigungspflichtig. Ohne schriftliche Zustimmung des Vermieters riskiert man Schadensersatz.
Eine 70-m²-Wohnung komplett renovieren kostet je nach Umfang 5.000–20.000 Euro. Nur Streichen und Boden: 3.000–6.000 Euro. Mit Bad-Sanierung und Küche: 10.000–25.000 Euro. Der Preis pro m² liegt bei 30–80 Euro für eine Vollrenovierung.
Richtige Reihenfolge: 1. Elektro und Sanitär (Rohbau), 2. Wände spachteln und grundieren, 3. Böden verlegen, 4. Streichen und Tapezieren, 5. Endmontage. Niemals zuerst streichen und dann Boden verlegen — das gibt immer Spuren.
Streichen, Tapezieren und einfaches Laminat verlegen kann man gut selbst machen. Elektro, Sanitär und Fliesenlegen sollten Profis übernehmen. Mit Eigenleistung lassen sich bei einer 70-m²-Wohnung 3.000–6.000 Euro sparen.
Möglichkeiten: KfW-Förderkredit (günstige Zinsen für energetische Maßnahmen), Ratenkredit (Verivox, Zinsen ab 3,49%), §35a EStG steuerlich absetzbar (20% der Lohnkosten, max. 1.200 €/Jahr). Bei über 5.000 Euro lohnt immer ein Kreditvergleich.
Die besten Investitionen: Bad sanieren (+8–15% Wert), Küche modernisieren (+5–10%), Böden erneuern (+3–8%), Fassade streichen (+5–10%), Heizung modernisieren (+8–12%). Reines Streichen erhöht den Verkehrswert kaum, verbessert aber den Ersteindruck erheblich.
Ein Maler berechnet für das Streichen einer 70-m²-Wohnung (ca. 200–250 m² Wand- und Deckfläche) 2.500–5.000 Euro inklusive Material. Nur Wände: 1.800–3.500 Euro. Eigenleistung kostet nur das Material: 300–600 Euro.
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