Wohnung streichen lassen: Kosten 2026 — was du wirklich zahlst
bis 15 m²
ca. 70 m²
120 m²+
Was kostet es, eine Wohnung streichen zu lassen?
Die häufigste Frage, die mir Hausbesitzer stellen: „Was kostet das Streichen meiner Wohnung?“ Die ehrliche Antwort ist: Es kommt drauf an — aber ich kann dir sagen, worauf genau.
Der entscheidende Unterschied: Wandfläche ist nicht gleich Wohnfläche. In einer 70-m²-Wohnung hast du schnell 200 m² Wandfläche, sobald du Decken und alle Zimmer mitzählst. Das ist die Zahl, nach der der Maler rechnet. Ein guter Richtwert: Wandfläche ≈ Wohnfläche × 2,8 (bei 2,50 m Deckenhöhe).
Für das Streichen selbst rechnen Malerbetriebe aktuell 15 bis 35 Euro pro Quadratmeter Wandfläche — alles inklusive Material, Abkleben, Grundierung und Farbe. Was diesen Preis bestimmt:
- Zustand der Wände: Glatte Wände ohne Risse sind günstig. Raufasertapete, Schäden oder alte Nikotinflecken kosten extra.
- Anzahl der Anstriche: Standardmäßig zwei Anstriche. Bei sehr dunklen Farben oder starker Verfärbung wird ein dritter fällig.
- Farbwahl: Weiß ist günstig. Satte Farbtöne (Blau, Terrakotta, Dunkelgrün) brauchen mehr Schichten — Aufpreis 3–8 €/m².
- Region: München oder Hamburg: +15–25 %. Ländliche Regionen: –10–20 %.
Kostentabelle: Wohnung streichen 2026
| Leistung | Einheit | Kosten (ca.) |
|---|---|---|
| Wände streichen (1 Anstrich) | pro m² | 8–14 € |
| Wände streichen (2 Anstriche, Standard) | pro m² | 15–25 € |
| Decke streichen | pro m² | 12–20 € |
| Grundierung (bei neuen/saugenden Wänden) | pro m² | 3–6 € |
| Risse spachteln (leicht) | pro lfm | 5–12 € |
| Raufasertapete entfernen | pro m² | 4–8 € |
| Abkleben (Fenster, Leisten, Boden) | pauschal/Zimmer | 30–80 € |
| Wandfarbe (Qualitätsprodukt) | pro Liter | 8–25 € |
| Komplett-Auftrag 70-m²-Wohnung | pauschal | 1.400–3.000 € |
| Komplett-Auftrag 100-m²-Wohnung | pauschal | 2.000–4.500 € |
Richtwerte inkl. Material und Arbeitszeit · Großstädte: +15–25 % · Ländliche Regionen: –10–15 %
Preisunterschiede von 30–40 % für dieselbe Leistung sind keine Seltenheit. Mindestens 3 Angebote mit detaillierter Aufstellung einholen — vor allem bei Projekten über 2.000 Euro ist das Pflicht.
So sparst du beim Wohnung streichen
Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich der Maler-Auftrag deutlich günstiger gestalten — ohne an Qualität zu sparen.
Wenn du selbst Fenster und Leisten abklebst und Möbel aus den Zimmern räumst, sparst du 15–25 % der Gesamtkosten. Viele Betriebe rechnen das transparent ab.
Wer gleich die ganze Wohnung vergibt statt Zimmer einzeln, bekommt in der Regel 10–20 % Mengenrabatt. Der Maler rechnet Anfahrt, Aufbau und Material einmal ab.
Im Sommer sind Malerbetriebe ausgebucht. Im Winter (November–Februar) gibt es häufig 10–15 % Nachlass oder kürzere Wartezeiten.
Satte Farbtöne brauchen oft 3 Anstriche statt 2. Das kostet 3–8 €/m² extra. Weißtöne und helle Nuancen sind im Standard-Anstrich enthalten.
Der billigste Anbieter ist selten der beste — aber der teuerste ist auch nicht automatisch besser. Drei detaillierte Angebote einholen und Leistungsumfang genau vergleichen.
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Zeitplan: Wie lange dauert das Streichen?
Eine 70-m²-Wohnung streichen dauert für einen 2-Mann-Betrieb in der Regel 2–4 Tage — je nach Vorbereitung.
Abkleben von Fenstern, Türzargen und Fußleisten. Schäden spachteln, Risse füllen. Möbel zurückrücken oder abdecken. Grundierung auftragen (bei Bedarf).
Zuerst die Decken, dann die Wände. Kleine Bereiche (Ecken, hinter Heizkörpern) mit dem Pinsel, Flächen mit der Rolle. Tröckungszeit: mind. 4–6 Stunden.
Deckenden zweiten Anstrich auftragen. Ausbesserungen und Nacharbeit. Abklebeband entfernen, Flächen kontrollieren.
Endreinigung, Abnahme mit dem Auftraggeber, offene Punkte nachbessern. Möbel wieder einräumen.
Ich empfehle immer eine Weißpigment-Wandfarbe mit mindestens 14 % Pigmentanteil — günstigere Produkte decken zwar billiger, brauchen aber einen 3. Anstrich. Das kostet am Ende 2–3 € mehr pro Quadratmeter als die Qualitätsfarbe. Außerdem: Niemals einen Maler bezahlen, der keine schriftliche Aufmaßliste vorlegt. Ohne Aufmaß kannst du die Abrechnung nicht prüfen.
Diese Fehler treiben die Kosten hoch
Schimmel nur überstreichen kostet dich später das 5-fache. Schimmel muss vor dem Malerauftrag saniert werden — das ist ein separater Auftrag mit Spezialgrundierung. Ein Maler, der das einfach überstreicht, handelt fahrlässig.
Wer den zweiten Anstrich aufträgt bevor der erste durchgetrocknet ist, riskiert Blasenbildung und abblätternde Farbe. Mindestens 4–6 Stunden warten — bei hoher Luftfeuchtigkeit 12+ Stunden.
Mündliche Absprachen enden häufig im Streit. Ein seriöser Malerbetrieb legt immer ein schriftliches Angebot mit Aufmaß vor. Wer das verweigert, ist ein Warnsignal.
Ein Angebot für 8 €/m² klingt verlockend. In der Praxis bedeutet das oft: dünne Farbe, ein Anstrich, keine Vorbereitung. Nach 2 Jahren sieht die Wand schlechter aus als vorher. Qualität kostet — aber schlechte Qualität kostet doppelt.
Häufige Fragen
Eine komplette Wohnung (80 m² Wohnfläche) streichen zu lassen kostet im Durchschnitt 1.500 bis 4.500 Euro inkl. Material. Der genaue Preis hängt von Zustand der Wände, Anzahl der Zimmer und der Region ab.
Ein normales Zimmer (ca. 20 m² Wandfläche) streichen zu lassen kostet beim Maler 400 bis 900 Euro inkl. Material und Arbeit. Günstigere Preise sind oft ein Zeichen für schlechtere Qualität oder Schwarzarbeit.
Ein Malermeister berechnet für das Streichen von Wänden und Decken 15 bis 35 Euro pro Quadratmeter inkl. Material. Einfache Arbeiten (ein Anstrich, glatte Wände) liegen bei 15–20 €/m², aufwendige Arbeiten (Reparaturen, mehrere Anstriche) bei 25–35 €/m².
Für eine 80-m²-Wohnung benötigst du ca. 25–35 Liter Wandfarbe (bei 2 Anstrichen). Pro 1 Liter Wandfarbe kannst du ca. 8–10 m² Wandfläche streichen. Kaufe immer 10–15 % mehr, um Nachstriche und Reserven zu haben.
Ja. Wenn du selbst abkleben, Möbel rücken und Grundierungsarbeiten übernimmst, sparst du 15–25 % der Gesamtkosten. Viele Malerbetriebe rechnen Eigenleistung transparent ab — einfach beim Angebot ansprechen.
Ein Malermeister lohnt sich immer bei Schimmelbefall, starken Nikotinflecken, strukturierten Oberflächen oder wenn eine Garantie wichtig ist. Billiganbieter streichen zwar günstiger, haben aber oft keine Haftpflicht und keine Nachbesserungspflicht.
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