Fassade dämmen: Kosten pro m² 2026
Nur bei geeigneter Hohlschicht.
Dämmplatten, Armierung und Putz.
Unterkonstruktion, Dämmung und Bekleidung.
Was kostet eine Fassadendämmung?
Der Preis hängt vor allem vom Dämmsystem ab. Eine nachträgliche Kerndämmung ist mit etwa 25–60 €/m² vergleichsweise günstig, setzt aber ein geeignetes zweischaliges Mauerwerk mit nutzbarer Hohlschicht voraus. Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) liegt häufig bei 160–200 €/m². Für eine vorgehängte hinterlüftete Fassade sind ungefähr 180–300 €/m² anzusetzen.
Bei 150 m² Fassadenfläche ergeben sich daraus grob 3.750–9.000 € für eine mögliche Kerndämmung, 24.000–30.000 € für ein WDVS oder 27.000–45.000 € für eine hinterlüftete Fassade. Zusätzliche Arbeiten an Sockel, Fensterbänken, Dachüberstand, Fallrohren, Rollladenkästen oder schadhaftem Putz können den Preis erhöhen.
Welches Dämmsystem kostet wie viel?
| System | Richtwert | Voraussetzung und Aufbau |
|---|---|---|
| Kerndämmung / Einblasdämmung | 25–60 €/m² | Zweischaliges Mauerwerk mit geeigneter Hohlschicht |
| Wärmedämmverbundsystem (WDVS) | 160–200 €/m² | Dämmplatten, Befestigung, Armierung, Oberputz und Anstrich |
| Vorgehängte hinterlüftete Fassade | 180–300 €/m² | Unterkonstruktion, Dämmung, Hinterlüftung und Bekleidung |
Bei Angeboten prüfen, ob Gerüst, Baustelleneinrichtung, Nebenarbeiten und Entsorgung enthalten sind.
Was kostet Fassadendämmung nach Fläche?
Richtwerte je Dämmsystem, hochgerechnet auf typische Fassadenflächen. Nebenarbeiten wie Gerüst, Sockel und Anschlüsse kommen hinzu.
| Fassadenfläche | Kerndämmung | WDVS | Hinterlüftete Fassade |
|---|---|---|---|
| 100 m² | 2.500–6.000 € | 16.000–20.000 € | 18.000–30.000 € |
| 150 m² (EFH typisch) | 3.750–9.000 € | 24.000–30.000 € | 27.000–45.000 € |
| 200 m² | 5.000–12.000 € | 32.000–40.000 € | 36.000–60.000 € |
Rechenbeispiele aus den Systempreisen (Kern 25–60 €/m², WDVS 160–200 €/m², hinterlüftet 180–300 €/m²) · ohne Gerüst und Nebenarbeiten.
Welches System passt zum Gebäude?
- Kerndämmung: wirtschaftlich, wenn eine ausreichend breite und technisch geeignete Hohlschicht vorhanden ist. Eine Endoskopie kann den Aufbau prüfen.
- WDVS: häufige Lösung bei massiven Außenwänden ohne nutzbare Hohlschicht. Dämmstoff, Befestigung, Brandschutz und Putz müssen als zugelassenes System zusammenpassen.
- Hinterlüftete Fassade: ermöglicht verschiedene Bekleidungen und eine konstruktive Hinterlüftung, ist aber meist teurer.
- Innendämmung: Sonderlösung, wenn die Außenansicht nicht verändert werden darf. Sie braucht eine bauphysikalische Planung.
Die Entscheidung sollte nicht allein über den Quadratmeterpreis fallen. Mauerwerk, Feuchte, Wärmebrücken, Brandschutz, Grundstücksgrenze und gewünschte Fassadenoptik müssen gemeinsam bewertet werden.
Was muss im Angebot stehen?
Ein belastbares Angebot nennt Fassadenfläche, Dämmstoff und Dicke, Wärmeleitfähigkeit, Befestigung, Brandriegel, Armierung, Putzsystem, Sockel, Fensteranschlüsse, Fensterbänke, Fallrohre, Gerüst, Entsorgung und Gewährleistung.
Mehrere Angebote sind nur vergleichbar, wenn sie denselben Aufbau und dieselben Nebenleistungen enthalten. Ein günstiger Quadratmeterpreis ohne Sockel, Anschlüsse oder Gerüst kann im Endpreis teurer werden.
Was verlangt das Gebäudeenergiegesetz?
Werden bei einem Bestandsgebäude Außenwände auf der Außenseite gedämmt oder der Außenputz in relevantem Umfang erneuert, kann das Gebäudeenergiegesetz Anforderungen auslösen. Anlage 7 nennt für Außenwände beheizter Wohngebäude grundsätzlich einen maximalen U-Wert von 0,24 W/(m²·K). Ausnahmen und die konkrete Nachweisführung hängen vom Gebäude und der Maßnahme ab.
Die KfW weist darauf hin, dass die Vorgaben bei einer Sanierung von mindestens 10 % der Fassadenfläche relevant werden können. Vor Ausschreibung sollte deshalb ein Energieeffizienz-Experte den Aufbau und die notwendige Dämmstärke berechnen. Anlage 7 GEG.
Förderung 2026: Wie viel BAFA-Zuschuss gibt es?
Für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle nennt das BAFA einen Grundfördersatz von 15 %. Wird eine Maßnahme als Teil eines geförderten individuellen Sanierungsfahrplans umgesetzt, ist ein zusätzlicher iSFP-Bonus von 5 % möglich. Die förderfähigen Ausgaben sind grundsätzlich auf 30.000 € pro Wohneinheit begrenzt; mit iSFP-Bonus kann die Grenze auf 60.000 € steigen.
Für den Antrag ist ein zugelassener Energieeffizienz-Experte erforderlich. Der Förderantrag muss vor der Vergabe des Ausführungsauftrags gestellt werden; Planungsleistungen dürfen vorher beauftragt werden. Maßgeblich sind immer die Bedingungen am Tag der Antragstellung. Aktuelle BAFA-Informationen.
Wie läuft eine Fassadendämmung ab?
- Bestand erfassen: Wandaufbau, Feuchte, Putz, Anschlüsse und Wärmebrücken untersuchen.
- Energiekonzept erstellen: System, Dämmstoff, Dicke und förderfähige Ausführung festlegen.
- Förderung beantragen: Energieeffizienz-Experten einbinden und Antrag vor Auftragsvergabe stellen.
- Angebote vergleichen: identischen Leistungsumfang und alle Nebenarbeiten gegenüberstellen.
- Ausführen: Untergrund vorbereiten, System montieren und Anschlüsse fachgerecht herstellen.
- Dokumentieren: Ausführung, Materialnachweise, Rechnungen und Förderunterlagen sichern.
Für ein Einfamilienhaus sind nach Planung und Förderfreigabe häufig zwei bis sechs Wochen Ausführungszeit einzuplanen. Wetter, Untergrund und Anschlussarbeiten können den Ablauf verlängern.
Kann ich die Fassade selbst dämmen?
Fassadendämmung verbindet Energie-, Feuchte-, Brand- und Ausführungsfragen. Fehler an Sockel, Fensteranschlüssen oder Befestigung können erhebliche Folgeschäden verursachen. Außerdem müssen Förderbedingungen und Systemzulassungen eingehalten werden. Eigenleistungen deshalb nur vorab mit Energieeffizienz-Experte und ausführendem Betrieb abstimmen.
Rechenbeispiele für 150 m² Fassade
Die folgenden Werte sind Modellrechnungen für 150 m² Fassadenfläche, keine Kundenfälle:
Kerndämmung
150 × 25–60 € = 3.750–9.000 €, sofern die Hohlschicht geeignet ist.
WDVS
150 × 160–200 € = 24.000–30.000 €.
Hinterlüftete Fassade
150 × 180–300 € = 27.000–45.000 €.
Häufige Fragen
Die Kosten hängen vom Dämmsystem ab: Kerndämmung 25–60 €/m², Wärmedämmverbundsystem (WDVS) 160–200 €/m², vorgehängte hinterlüftete Fassade 180–300 €/m² — jeweils inklusive Dämmstoff und Montage, ohne Gerüst und Nebenarbeiten.
Bei rund 150 m² Fassadenfläche ergeben sich als Richtwert etwa 3.750–9.000 € für eine Kerndämmung, 24.000–30.000 € für ein WDVS und 27.000–45.000 € für eine hinterlüftete Fassade. Nebenarbeiten und Gerüst kommen hinzu.
Für ein Wärmedämmverbundsystem sind 2026 häufig etwa 160–200 €/m² einschließlich Dämmstoff und Montage anzusetzen. Nebenarbeiten können den Preis erhöhen.
Der Grundfördersatz für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle beträgt 15 %. Mit iSFP-Bonus sind weitere 5 % möglich, sofern alle Bedingungen erfüllt werden.
Der Antrag muss vor der Vergabe des Ausführungsauftrags gestellt werden. Ein Energieeffizienz-Experte ist einzubinden.
Nein. Sie setzt zweischaliges Mauerwerk mit einer geeigneten Hohlschicht voraus. Aufbau und Feuchtezustand sollten vorab untersucht werden.
Dann können Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes relevant werden. Die konkrete Ausführung und mögliche Ausnahmen sollte ein Energieeffizienz-Experte prüfen.
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